Emotionsloses Rebalancing

Emotionsloses Rebalancing

Konsequentes Rebalancing fördert die Disziplin bei der Geldanlage und hält das Portfolio auf dem eingangs festgelegten Risikoniveau. Zudem unterbindet die regelmäßige Neugewichtung Emotionen, welche in oft begangenen teuren Anlagefehlern resultieren.

Rebalancing statt Markttiming

Wertpapierkurse unterliegen natürlichen Schwankungen und viele Anleger versuchen mit Markttiming günstig ein- oder auszusteigen. Was theoretisch vernünftig erscheint, gelingt in der Realität jedoch kaum. Meist werden Titel zu hohen Preisen erworben und in turbulenten Börsenzeiten emotional bei niedrigen Kursen abgestoßen. Jedes Mal führt dieser Fehler zu Verlusten, obgleich er einfach zu verhindern wäre.

Wer sein Portfolio diversifiziert strukturiert hat und zudem langfristig orientiert ist, kann riskantes Markttiming unterlassen und stattdessen eine regelmäßige Neugewichtung durchführen. Der herausragende Vorteil dabei ist, dass immer zu niedrigen Kursen gekauft und zu hohen Marktpreisen veräußert wird.

So funktioniert das Rebalancing

Ein beispielhaftes Portfolio im Gesamtwert von 20.000 Euro ist zu gleichen Anteilen mit Aktien und Anleihen ausgestattet. Aktien entwickeln sich selbst in ruhigen Börsenzeiten deutlich besser als Festverzinsliche. Daher nimmt der Aktienanteil des Portfolios schnell Werte von 60 Prozent und mehr an.

  • Ist der Anteil an Aktien auf 60 Prozent gestiegen, hat sich der Anteil an Anleihen auf 40 Prozent verringert.
  • Empfehlenswert ist hier der Verkauf von hoch bewerteten Aktien im Wert von 2.000 Euro.
  • Das Geld sollte zum Erwerb von Anleihen genutzt werden, damit sind Portfoliobalance und Risikoniveau wieder hergestellt.

Durch die regelmäßige Neugewichtung verhindern Anleger, zum Opfer ihrer eigenen Emotionen zu werden.

Welche Art von Rebalancing?

Ruhige Börsenzeiten erlauben die einfachste Neugewichtung, hier wird die Portfolio-Struktur idealerweise zum Jahresende hin auf Ausgangsniveau angepasst.

In volatilen Kapitalmarktzeiten ist jedoch die sogenannte Anlagengrenzen-Methode empfehlenswert. Je nach Anlagestruktur müssen in turbulenten Zeiten geringere Schwankungsbreiten von beispielsweise fünf Prozent zur Neugewichtung führen, damit das Risiko überschaubar bleibt.

Kostensparend ist das Cashflow-Rebalancing, weil dabei kein Veräußern hochpreisiger Titel notwendig ist. Der Anleger kauft lediglich mit neuem Kapital bei den Positionen nach, die sich zuletzt schlecht entwickelten.

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