Börsen gehorchen nicht Prognosen

Börsen gehorchen nicht Prognosen

Börsen gehorchen keinen Prognosen, sondern geben die Reaktionen der Marktteilnehmer auf relevante Nachrichten in den Notierungen wieder. Die Vorhersagen sämtlicher Analysten beziehen sich auf Daten aus der Vergangenheit, aus welchen jedoch kein Schluss auf die Zukunft möglich ist.

Erfahrene Investoren meiden Prognosen

Für sie sind Vorhersagen an den Finanzmärkten ohne jeglichen Mehrwert und leiten unerfahrene Anleger oft in Werte, denen Abstürze oder längere Durststrecken bevorstehen. Bisher scheint das Börsenjahr 2016 diese Ansichten zu bestätigen, denn ausgerechnet die von den Analysten als erfolgreich bezeichneten Aktien stürzten zu Jahresbeginn mehr oder weniger dramatisch ab. Wer auf diese Werte aufgrund von Vorhersagen setzte, erlitt in den ersten Monaten zweistellige Verluste.

Gleichzeitig entwickelten sich die von den Analysten negativ bewerteten Papiere mit einem moderaten Plus von zwei Prozent unerwartet gut.

Nur in Ausnahmefällen treffen Vorhersagen ein

Als die Analysten im vergangenen Jahr vor Aktien der Autobauer warnten, lagen sie mit der Vorhersage ebenso richtig wie bei ihrer Skepsis gegenüber der Deutschen Bank. Doch waren dies zufällig anmutende Treffer, die an der Sinnlosigkeit von Prognosen nichts ändern. Warum kaum eine Vorhersage richtig liegt, ist nicht einfach zu erklären, denn die Profis haben einen wesentlich besseren Einblick in Unternehmensdetails als herkömmliche Anleger.

Warum Prognosen kaum zutreffend sind

Alle den Analysten zur Verfügung stehende Daten sind Werte aus der Vergangenheit, von denen sie dann auf die Zukunft schließen wollen. Sie vergessen dabei jedoch einen wesentlichen Aspekt: das Marktsentiment.

Zudem sind die Analysten sehr auf Reputation bedacht und verfassen Vorhersagen daher so, dass sie nicht unangenehm auffallen. Auch dieses Kriterium sollte Anleger dazu veranlassen, Prognosen keinesfalls in ihren Portfolios umzusetzen.

Lieber prognosefrei investieren

Anleger haben auf die Marktentwicklung keinerlei Einfluss, daran ändert sich auch nichts durch die Einbeziehung von Vorhersagen. Wer stattdessen breite Diversifikation und langen Anlagehorizont bei der Geldanlage dominieren lässt, und zudem idealerweise unabhängige Beratung sucht, kommt stets unbeschadet durch immer wieder vorkommende Börsenturbulenzen. Unabhängige Finanzberatung ist deshalb unverzichtbar, weil am Anfang jeder Geldanlage zunächst Faktoren wie individuelle Risikotragfähigkeit und persönliche Anlageziele professionell ermittelt werden müssen.

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