Gibt es eine Überhitzung bei Immobilien?

Gibt es eine Überhitzung bei Immobilien?

Gibt es eine Überhitzung bei Immobilien? Der Trend hin zu Sachwerten konzentriert sich zunehmend auf die großen Metropolen Deutschlands. Hier führt die immer schneller drehende Preisspirale bereits zu ersten Anzeichen einer Immobilienblase.

Seit fünf Jahren stark steigende Immobilienpreise

Innerhalb des Zeitraums entwickelten sich die Preise für Wohnimmobilien so enorm wie zuletzt nach der Wiedervereinigung. Zudem will die Regierung die unbegrenzt eintreffenden Zuwanderer vernünftig unterbringen und muss dafür die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Daher erwarten Fachleute, dass sich die Preisspirale bei Immobilien weiterdreht und das die Gefahr regionaler Überhitzung steigt. Die Experten deutscher Banken erwarten einen fortschreitenden Boom, bei dem Investitionen in Wohnimmobilien zunehmend riskanter werden. Ausländische Institute fokussieren gespannt den deutschen Immobilienmarkt und stellen in Berlin, Hamburg sowie München gleichermaßen Übertreibungen fest wie in Frankfurt.

Unzureichendes Angebot

Im vergangenen Jahr erhöhte sich der Bestand an Wohnimmobilien um 270.000 Einheiten. Ein Tropfen auf den heißen Stein, denn insgesamt fehlen in der Bundesrepublik etwa 800.000 Wohnungen. Dass die Zuwanderer die Preise weiter antreiben, wird zwar von den Medien befürchtet, stimmt so jedoch nicht ganz. Denn nur die wenigsten Asylbewerber können bei Einhaltung geltender Gesetze auf eine endgültige Aufenthaltserlaubnis hoffen und werden bei Akzeptanz vermutlich kaum als Käufer am Immobilienmarkt auftreten.

Um der einheimischen Nachfrage bei Immobilien gerecht zu werden, müssten nach Ansicht des IW (Institut für deutsche Wirtschaft) zukünftig etwa 400.000 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt werden. Doch gehen gerade in Ballungsgebieten die bebaubaren Flächen aus, zudem steigen hier die Baukosten besonders stark. Die Bundesregierung will dem ungünstigen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage mit Steueranreizen in Höhe von vier Milliarden Euro gegenübertreten. Damit soll das Kapital privater Investoren auf den Immobilienmarkt gelockt werden.

Es spricht einiges für die regionale Überhitzung

Niedrige Zinsen und ordentliche Konjunktur veranlassen zahlreiche Deutsche zur Umsetzung ihres Eigenheimtraums. Die Immobilienpreise werden unter anderem deswegen vor allem in den Ballungsgebieten weiter stark ansteigen. Bereits jetzt übertrifft der Hypothekenkreditbestand mit vier Prozent den verfügbaren Einkommenszuwachs um einen Prozentpunkt. Insbesondere in den Metropolen steigen die Preise für Immobilien erheblich schneller als die Gehälter. Mit der Hausse am Markt der Wohnimmobilien wachsen die Risiken für alle in den Häusermarkt involvierten Parteien sowie für die gesamte deutsche Wirtschaft.

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