Wenig Emotionen in der Geldanlage

Bei der Geldanlage treffen Anleger naturgemäß nicht immer die besten Entscheidungen. An verlustreichen Strategien, nur deshalb festzuhalten, weil schon einiges an Geld und Zeit aufgewendet wurde, ist ein folgenschwerer Trugschluss. Richtig investieren kann viel einfacher sein.

Der klassische Fehler bei der Geldanlage

Viele Anleger träumen davon, mit nur wenigen Aktien in kurzer Zeit fantastische Erträge zu erwirtschaften. Sie suchen nach Hinweisen und finden diese in vermeintlich treffenden Prognosen. Einen klassischen Fehler begeht der Anleger, der an seinem Investment immer noch festhält, obwohl sich die anfangs darin gesetzten Erwartungen erwiesenermaßen nicht erfüllen. Nachvollziehbar ist jedoch die Motivation: Kein Anleger lebt bei seiner Geldanlage gerne mit Verlusten und möchte zumindest das investierte Kapital wieder einzuspielen. Bei der Berücksichtigung einiger Regeln können Privatanleger derartige Herausforderungen einfach umgehen.

Diversifikation statt riskanter Einzelauswahl

Die Kurse bei Aktien steigen oder fallen aufgrund der Aktivität aller Marktteilnehmer. Wie diese sich jedoch in Einzelfällen entscheiden, wissen auch die Herausgeber von Prognosen nicht. Bei jeder Geldanlage steht das Risiko in direktem Zusammenhang mit der zu erwartenden Rendite, wer viel riskiert, hat jedoch nicht zwangsläufig ein Anrecht auf attraktive Erträge. Aktuelles Beispiel für die Gefahr ist die VW-Aktie, die nach der Abgasaffäre um mehr als 40 Prozent fiel.

Wenn Anleger ihr Kapital breit streuen, werden sie von überraschenden Ereignissen bei einzelnen Wertpapieren kaum tangiert und erzielen langfristig die Renditen, die an den Finanzmärkten geboten werden.

Verständnis für die Börse entwickeln und nach vorne schauen

Anleger sollten sich nicht auf die Finanznachrichten in den Medien verlassen, die Informationen sind meist von gestern und längst in den Kursen von heute enthalten. Die Geldanlage sollte zukunftsorientiert getätigt werden und frei von Emotionen sein. Investitionswerte erfordern keine persönliche Zuneigung, sondern sollten diszipliniert und mit dem nötigen Abstand behandelt werden.

Disziplin und kompetente Beratung bei der Geldanlage

Anleger legen idealerweise breit diversifiziert in möglichst viele Assetklassen an und sorgen diszipliniert für regelmäßiges Rebalancing. Grundlage hierfür ist das einmal mithilfe eines unabhängigen Finanzberaters ermittelte persönliche Risikoprofil.

Mit diesem zugegebenermaßen wenig spannend klingenden Ansatz halten Anleger schädliche Emotionen von ihrer Geldanlage fern und unterbinden negative Einflüsse auf ihr Portfolio.

Gelassenheit und Geduld an der Börse

Anleger sollten an der Börse stets mit Geduld und Gelassenheit agieren, insbesondere jetzt, wo der Fokus der globalen Finanzmärkte zunehmend auf den konjunkturellen Aussichten Chinas liegt. Fallende Kurse beunruhigen, doch ist ein langer Anlagehorizont die beste Medizin gegen die aktuell erhöhte Volatilität.

Die Hintergründe

Verunsicherungen an den Kapitalmärkten lassen viele Anleger emotional ihre Wertpapiere mit vermeintlichem Risiko abstoßen. Die meisten planen eine Rückkehr an die Börse, wenn wieder Sicherheit herrscht. Doch hat es lange anhaltende Sicherheit noch nie an den Finanzmärkten gegeben, schon deswegen ist Markttiming eine aussichtslose Verhaltensweise.

Strategien für einen vorzeitigen Marktaustritt

Einige Marktteilnehmer ziehen beim Markttiming Prognosen zu Hilfe und verkaufen bei überkaufter Börse, um bei den ersten Anzeichen, dass der Markt überverkauft ist, wieder einzusteigen.

Eine weitere Strategie analysiert die Wirtschaft Chinas nebst Geldpolitik und nimmt zudem sämtliche Verbindungen der Volksrepublik seitens Handels und Investments unter die Lupe. Zahllose Szenarien sollen beim Durchspielen im Anschluss die Auswirkungen der chinesischen Performanceschwäche auf die Börse an den Tag bringen.

Beide Vorgehensweisen können Anleger auf lange Sicht nicht zum Erfolg führen. Selbst wenn der Ausstieg per Zufall geglückt ist, kommt das Suchen nach dem perfekten Wiedereinstiegspunkt der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen gleich.

Geduld haben und langfristig handeln

Die nachfolgend beschriebene Alternative befreit von Stress aufgrund Verlustangst und hört sich fast zu einfach an. Anleger können Turbulenzen an der Börse mit zwei Eigenschaften unbeschadet überstehen: Geduld und Disziplin. Zudem hilft breite Diversifikation zur Risikominderung. Allen Anforderungen wird beispielsweise der Index MSCI World gerecht, er ist global ausgerichtet und beinhaltet die Wertpapiere von mehr als 1.000 Unternehmen unterschiedlicher Branchen.

Die Zeit arbeitet für dauerhaft Investierte

In den letzten 45 Jahren hat der Index kurzfristig aufgestellten Anlegern zeitweise Verluste und Gewinne in Höhe von jeweils gut 40 Prozent eingebracht. Wer jedoch seit den Anfängen in den MSCI investiert ist, kann sich über eine durchschnittliche Rendite von knapp neun Prozent pro Jahr freuen. Zeitgemäße Risikostreuung und langer Anlagehorizont sind also die Kriterien, die an der Börse immer zu attraktiven Erträgen ohne Aufregung führen, Ihr unabhängiger Finanzberater hilft Ihnen bei der Umsetzung.

Erkenntnisse bei Anlegern? Market Timing scheitert

Mit Market Timing wollen sich Anleger zu besseren Renditen verhelfen, doch letztendlich führt die Jagd nach Erträgen zu einer Verschlechterung der Fondsperformance. Diversifikation hilft in diesem Fall nur wenig, denn der Morningstar Investor Return zeigt suboptimale Resultate auch bei Mischfonds, die dazu auch noch durchschnittliche Kosten von ca. 1,5 % p.a. verursachen.

Riskantes Market Timing führt zu Verlusten

In besonders volatilen Perioden versuchen vermeintlich professionelle Marktteilnehmer, bei Höchstständen aus ihren Fonds auszusteigen, um nach einer befürchteten Kurskorrektur wieder zu optimalen Bedingungen einzusteigen. Als Market Timing bezeichnen Experten diese umstrittene Vorgehensweise, die Strategie wird von der modernen Finanzwissenschaft als überholt, gefährlich und zwecklos erachtet.

Die beiden zur Verfügung stehenden Ansätze erfordern einerseits umfassende Fachkenntnisse, andererseits lassen sie das Verhalten aller Akteure außer Acht und sind vom Blick in die Zukunft abhängig. Entweder vertrauen Anleger beim Market Timing auf unbestätigte Prognosen oder sie müssen aufwändige Marktanalysen vornehmen. Zudem ist der wiederholte Ein- und Ausstieg mit Kosten verbunden, welche sich ebenfalls negativ auf die Performance auswirken.

Anleger teilweise selbst für schlechtes Abschneiden verantwortlich

Mischfonds sind aufgrund ihrer breit gestreuten Asset-Allokation besser auf Börsenturbulenzen vorbereitet als reine Aktienfonds, denn sie legen zumeist in Aktien und Festverzinslichen an. Gleichwohl schützt selbst die vorbildlichste Diversifizierung manchmal nicht vor herben Rücksetzern. Vorausschauende Anleger möchten mit praktiziertem Market Timing den drohenden Verlusten entkommen und verschlechtern damit die Entwicklung ihrer Fonds selbst.

Ein einmal gekaufter Fonds sollte lange gehalten werden, nur dann kommen Investoren in den Genuss des Total Returns. Der mit riskantem Timing erzielte Investor Return liegt laut Analysen von Morningstar ungeachtet des Anlagezeitraums immer circa 50 Basispunkte hinter dem Total Return. Bei einem Anlagebetrag von 100.000 Euro und einem Zeitraum von 10 Jahren betrüge die Differenz immerhin ca. 6.500 Euro.

Kaufen und langes Halten als Alternative zum Market Timing

Fondsanleger erzielen mit vermehrtem Ein- und Ausstieg erwiesenermaßen keine Vorteile, stattdessen winken zusätzliche Kosten und Einbußen seitens der Performance. Langfristiger Anlagehorizont, Vertrauen in die Finanzmärkte und der Beistand eines unabhängigen Finanzberaters sind Garanten für ein stressfreies Investorendasein und führen letztendlich immer zu bestmöglichen Ergebnissen.

Erhöhte erwartete Rendite für das eingegangene Risiko: Zitterprämie

Anleger, die eine höhere erwartete Rendite anstreben, müssen dazu ein höheres Risiko eingehen. Diese unanfechtbare Erkenntnis wurde von dem Investmentunternehmen Dimensional in langjähriger Erfahrung aufgestellt. Die Gesellschaft konzipiert auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschungsarbeit seit Anbeginn attraktive Anlagelösungen.

Seit nahezu 35 Jahren

Dimensional Fund Advisors wurde 1981 in den USA gegründet, die europäische Geschäftsstelle in London besteht seit 1991. Mehr als 250 Milliarden Euro legten internationale Kunden bei der Gesellschaft in einer breiten Palette globaler Strategien an. Dimensional vertraut auf die Kapitalmärkte und baut diese Zuversicht auf Wissenschaftler mit internationalem Rang auf. Anleger profitieren bei Dimensional unter anderem von den innovativen Ansätzen des Nobelpreisträgers Eugene Fama.

Keine Gewinne ohne Risiken

Bei Dimensional werden Finanzmärkte als Verbündete und nicht als Gegner angesehen, das Unternehmen baut nicht auf Prognosen oder falsch interpretierte Entwicklungen. Bei der Gesellschaft werden vielmehr Gelegenheiten genutzt, in denen sich die Märkte selbst bestätigen. Anleger erzielen bei Dimensional immer die zu erwartende Rendite, die sich durch das eingegangene Risiko ergibt. Die Gesellschaft befindet sich entsprechend der Firmenphilosophie in den Händen der Mitarbeiter und hat ihr Leistungsspektrum auf institutionelle Marktteilnehmer und akkreditierte Honorarberater ausgerichtet.

Unwiderlegbare Erkenntnisse und praktische Erfahrung

Die Finanzwissenschaft ist mit ihren Erkenntnissen die bedeutendste Stütze bei Dimensional, gleichzeitig nutzt die Gesellschaft die praktischen Erfahrungen praktizierender Investoren mit institutionellem Hintergrund. Anleger erzielen hier eine Rendite, die sich immer auf ihr eingegangenes Risiko bezieht. Allerdings stecken nicht hinter allen Risiken lukrative Renditen. Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Risikoverständnis und kann zwischen akzeptablen Risiken und Gefahren, die es zu vermeiden gilt, unterscheiden.

Praktische Beispiele

  • Anleger erzielen mit Aktien höhere Erträge als mit Anleihen. Die bessere Rendite setzt jedoch ein größeres Risiko in Bezug auf Marktschwankungen voraus.
  • Value-Aktien locken mit niedriger Bewertung und kompensieren die Risiken mit höheren Ertragsaussichten.
  • Gleiches gilt für Aktien kleinerer Unternehmen, auch hier werden die Risiken durch höhere Ertragserwartungen ausgeglichen.

Wie Sie attraktive Rendite mit überschaubarem Risiko erzielen können, sagt Ihnen Ihr unabhängiger Finanzberater.

Faktenlastige Geldanlage: Wissenschaftliches Investieren

Wissenschaftliches Investieren bedeutet für Anleger, sich nicht auf individuelle Beratermeinungen oder Medientrends zu verlassen, sondern das Investment allein auf die Erkenntnisse der Finanzwissenschaft aufzubauen. Ihnen stehen dazu unterschiedliche Modelle prominenter Ökonomen zur Wahl.

Der neue Trend in der Investment-Welt

Obgleich wissenschaftliches Investieren seit Jahrzehnten Klarheit und Sicherheit bei der Geldanlage bedeutet, werden die Modelle in der Finanzwelt kaum eingesetzt. Klassische Finanzberater und Fondsgesellschaften meinen, ihr Handwerk besser zu verstehen als die Wissenschaft. Sie verzichten häufig auf risikomindernde Diversifikation und wollen die Märkte in Bezug auf Rendite schlagen. Wissenschaftliches Investieren hingegen erhält Vermögenswerte und erleichtert den Aufbau der Altersvorsorge insbesondere für sogenannte Normalverdiener.

Bekannte Finanzwissenschaftler und Nobelpreisträger entwickelten bereits vor vielen Jahrzehnten Modelle, mit denen Anleger kontinuierlich Vermögen aufbauen, ohne zu spekulieren. Investoren haben die Wahl unter vier Theorien, welche einzeln und in Kombination angewandt werden können:

Harry Markowitz empfahl bereits 1953 in seiner modernen Portfoliotheorie das „Wegstreuen von Risiken“. Damit ermahnt Markowitz nicht nur zur Diversifikation, er weist auch darauf hin, dass höhere Renditeerwartung mit systematischen oder wenig sinnvollen Risiken verbunden sein kann.

Mit der Hypothese der effizienten Märkte belegt Eugene Fama, dass Kapitalmärkte auf Dauer nicht zu schlagen sind. Die aktuellen Notierungen aller Wertpapiere enthalten bereits alle relevanten Informationen, sie kommen bei neuen Meldungen durch die Reaktionen der Marktteilnehmer in Bewegung.

Mit dem Capital Asset Pricing Model stellten die Wissenschaftler Sharp, Lintner und Mossin fest, dass bestimmte systematisches Risiken erwartungsgemäß mit unterschiedlich hohen Renditen belohnt werden. Die Wissenschaftler French und Fama belegten mit ihrem Drei-Faktoren-Modell die höhere Renditeerwartung für Small Caps (kleinere Unternehmen) im Vergleich mit Blue Chips (große Gesellschaften).

Wissenschaftliches Investieren mit kompetenter Beratung

Für welches Modell sich einzelne Anleger entscheiden, hängt vor allem von ihren Zielen und von ihrer Risikobereitschaft ab. Ein hervorragender Partner ist hierbei ein unabhängiger Finanzberater, weil dieser sich frei von Vertriebsdruck und Interessenskonflikten stets für die persönlichen Bedürfnisse seiner Klienten einsetzt.

Wiederherstellung der gewünschten Vermögensstruktur: Systematisches Handeln durch Rebalancing

Anleger, die ihre strategische Asset Allokation durch regelmäßiges Rebalancing wiederherstellen, reduzieren langfristig ihre Risiken bei gleichzeitig erhöhten Renditechancen. Die Neugewichtung ist notwendig, weil sich die im Portfolio vereinigten Anlageklassen durch Marktbewegungen im Bezug auf Volumen und Wert verändern.

Rebalancing in einfachen Worten erklärt

Angenommen, ein Anleger hat sein Portfolio zu 50 Prozent mit Aktien und zu 50 Prozent mit festverzinslichen Rentenpapieren ausgestattet. Nach einem Jahr hat sich der Wert des Aktienanteils aufgrund positiver Marktbewegungen um 10 Prozent erhöht, der Rentenanteil nimmt nur noch 40 Prozent ein. Das Portfolio entspricht nicht mehr dem Risikoverständnis des Eigentümers und soll auf die ursprüngliche Allokation zurückgefahren werden. Dazu müssen 10 Prozent des Aktienanteils abgestoßen und für die Erlöse gleichviel Anleihen erworben werden.

Warum sollten Anleger regelmäßig neu Gewichten?

Die Rendite eines Investments steigt mit dem eingegangenen Risiko. Wenn beim oben genannten Beispiel kein Rebalancing erfolgt, erhöht sich der Aktienanteil kontinuierlich zulasten des Rentenanteils. Im Ergebnis entspricht die Geldanlage nicht mehr der eingangs festgelegten Risikobereitschaft und wird für den Inhaber eventuell zur Gefahr.

Des Weiteren kann bei regelmäßiger Neugewichtung auf Markttiming verzichtet werden. Privatanleger können mit diesem Ansatz mühelos den psychologischen Fallstricken des Investments entgegenwirken.

Beim Rebalancing die Kosten im Auge behalten

Anleger müssen möglicherweise mit steuerlichen Belastungen und Transaktionsgebühren rechnen. Gleichwohl sollten die entstehenden Kosten im Verhältnis zum erwarteten Effekt stehen. Übersteigen die Gebühren ein gewisses Maß, sollte auf die Neugewichtung verzichtet werden.

Mögliche Vorgehensweisen

Beim Rebalancing können Anleger zwischen zwei bewährten Methoden wählen, die Neugewichtung lässt sich in Intervallen oder nach dem Kalender durchführen.

Die Kalender-Methode lässt die aktuellen Marktbewegungen völlig außen vor, hierbei wird ein bis zwei Mal pro Jahr neu gewichtet. Die Strategie erfordert wenig Aufwand, sie birgt allerdings das Risiko erheblicher Allokations-Abweichungen.

Die Intervall-Methode automatisiert das Rebalancing. Es wird um jede Assetklasse im Portfolio ein Toleranzband gelegt. Reist dieses aufgrund von Marktbewegungen, erfolgt automatisch eine Portfolioanpassung. Welche Strategie für Sie als Anleger besser geeignet ist, erklärt Ihnen idealerweise ein unabhängiger Finanzberater.

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