Finanz-Blog
In unserem Blog liefern wir fundierte Hintergründe zu Finanzthemen und kommentieren kritisch aktuelle Entwicklungen. Wir freuen uns jederzeit auf Ihr Feedback.
Gelassenheit und Geduld an der Börse
Anleger sollten an der Börse stets mit Geduld und Gelassenheit agieren, insbesondere jetzt, wo der Fokus der globalen Finanzmärkte zunehmend auf den konjunkturellen Aussichten Chinas liegt. Fallende Kurse beunruhigen, doch ist ein langer Anlagehorizont die beste Medizin gegen die aktuell erhöhte Volatilität. Die Hintergründe Verunsicherungen an den Kapitalmärkten lassen viele Anleger emotional ihre Wertpapiere mit vermeintlichem Risiko abstoßen. Die meisten planen eine Rückkehr an die Börse, wenn wieder Sicherheit herrscht. Doch hat es lange anhaltende Sicherheit noch nie an den Finanzmärkten gegeben, schon deswegen ist Markttiming eine aussichtslose Verhaltensweise. Strategien für einen vorzeitigen Marktaustritt Einige Marktteilnehmer ziehen beim Markttiming Prognosen zu Hilfe und verkaufen bei überkaufter Börse, um bei den ersten Anzeichen, dass der Markt überverkauft ist, wieder einzusteigen. Eine weitere Strategie analysiert die Wirtschaft Chinas nebst Geldpolitik und nimmt zudem sämtliche Verbindungen der Volksrepublik seitens Handels und Investments unter die Lupe. Zahllose Szenarien sollen beim Durchspielen im Anschluss die Auswirkungen der chinesischen Performanceschwäche auf die Börse an den Tag bringen. Beide Vorgehensweisen können Anleger auf lange Sicht nicht zum Erfolg führen. Selbst wenn der Ausstieg per Zufall geglückt ist, kommt das Suchen nach dem perfekten Wiedereinstiegspunkt der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen gleich. Geduld haben und langfristig handeln Die nachfolgend beschriebene Alternative befreit von Stress aufgrund Verlustangst und hört sich fast zu einfach an. Anleger können Turbulenzen an der Börse mit zwei Eigenschaften unbeschadet überstehen: Geduld und Disziplin. Zudem hilft breite Diversifikation zur Risikominderung. Allen Anforderungen wird beispielsweise der Index MSCI World gerecht, er ist global ausgerichtet und beinhaltet die Wertpapiere von mehr als 1.000 Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Die Zeit arbeitet für dauerhaft Investierte In den letzten... weiterlesenErkenntnisse bei Anlegern? Market Timing scheitert
Mit Market Timing wollen sich Anleger zu besseren Renditen verhelfen, doch letztendlich führt die Jagd nach Erträgen zu einer Verschlechterung der Fondsperformance. Diversifikation hilft in diesem Fall nur wenig, denn der Morningstar Investor Return zeigt suboptimale Resultate auch bei Mischfonds, die dazu auch noch durchschnittliche Kosten von ca. 1,5 % p.a. verursachen.
weiterlesenRiester Verträge: 16 Millionen
Mehr als 16 Millionen Deutsche sparen für den Lebensabend mit Riester-Produkten und folgen damit Empfehlungen der Regierung. Anleger müssen schon beim Abschluss auf Einiges achten, denn die Tücken sind in den Details verborgen. Eine leichter als gedachte Altersvorsorge Der Slogan stammt von der deutschen Rentenversicherung, doch auf Riester trifft das mit Sicherheit nicht zu. Zwar profitieren die etwa 16 Millionen Vertragsinhaber, bei bestimmten Voraussetzungen, von staatlichen Grundzulagen in Höhe von 154 Euro sowie von maximal 300 Euro für jedes Kind und Jahr. Doch in der Praxis sind die vollen Zulagen nur jedem zweiten Riestersparer gegönnt, zudem warten einige Fallstricke. Auf den Eigenbeitrag aufpassen Selbstständig und regelmäßig müssen Riester-Sparer die Relation von Eigenanteil und Einkommen überprüfen. Steigendes Einkommen und veränderte Familiensituationen bringen die Zulagen in Gefahr, sobald der Eigenbetrag unter vier Prozent des versicherungspflichtigen Bruttoeinkommens sinkt. Ein Beispiel: Bei 35.000 Euro brutto Jahreseinkommen fließen 1.400 Euro per anno in den Vertrag. Nach Abzug von Grundzulage und dem Bonus für zwei Kinder zahlt der Sparer noch 646 Euro pro Jahr oder fast 54 Euro im Monat. Bei einer Gehaltserhöhung auf 40.000 Euro setzt der vollständige Erhalt sämtlicher Zulagen die Erhöhung der Eigenleistung auf gut 70 Euro voraus. Hier drohen Rückzahlungen Dauerhaft den Wohnsitz ins außereuropäische Ausland verlegen können Riester-Sparer nur unter Kalkulation umfangreicher Rückzahlungen. Dem Gesetzgeber missfällt die „schädliche Verwendung“ der gewährten Zulagen, er fordert sie daher in vollem Umfang zurück. In den meisten Fällen lässt sich das Finanzamt auf eine zinspflichtige Stundung (0.5 Prozent pro Monat) bis zum Rentenbeginn ein. Weitere Fallstricke bei Riester Wenn Sparer den Vertrag wechseln, fallen erneut Vertriebskosten auf 50 Prozent der Summe an. Des Weiteren... weiterlesenErhöhte erwartete Rendite für das eingegangene Risiko: Zitterprämie
Anleger, die eine höhere erwartete Rendite anstreben, müssen dazu ein höheres Risiko eingehen. Diese unanfechtbare Erkenntnis wurde von dem Investmentunternehmen Dimensional in langjähriger Erfahrung aufgestellt. Die Gesellschaft konzipiert auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschungsarbeit seit Anbeginn attraktive Anlagelösungen. Seit nahezu 35 Jahren Dimensional Fund Advisors wurde 1981 in den USA gegründet, die europäische Geschäftsstelle in London besteht seit 1991. Mehr als 250 Milliarden Euro legten internationale Kunden bei der Gesellschaft in einer breiten Palette globaler Strategien an. Dimensional vertraut auf die Kapitalmärkte und baut diese Zuversicht auf Wissenschaftler mit internationalem Rang auf. Anleger profitieren bei Dimensional unter anderem von den innovativen Ansätzen des Nobelpreisträgers Eugene Fama. Keine Gewinne ohne Risiken Bei Dimensional werden Finanzmärkte als Verbündete und nicht als Gegner angesehen, das Unternehmen baut nicht auf Prognosen oder falsch interpretierte Entwicklungen. Bei der Gesellschaft werden vielmehr Gelegenheiten genutzt, in denen sich die Märkte selbst bestätigen. Anleger erzielen bei Dimensional immer die zu erwartende Rendite, die sich durch das eingegangene Risiko ergibt. Die Gesellschaft befindet sich entsprechend der Firmenphilosophie in den Händen der Mitarbeiter und hat ihr Leistungsspektrum auf institutionelle Marktteilnehmer und akkreditierte Honorarberater ausgerichtet. Unwiderlegbare Erkenntnisse und praktische Erfahrung Die Finanzwissenschaft ist mit ihren Erkenntnissen die bedeutendste Stütze bei Dimensional, gleichzeitig nutzt die Gesellschaft die praktischen Erfahrungen praktizierender Investoren mit institutionellem Hintergrund. Anleger erzielen hier eine Rendite, die sich immer auf ihr eingegangenes Risiko bezieht. Allerdings stecken nicht hinter allen Risiken lukrative Renditen. Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Risikoverständnis und kann zwischen akzeptablen Risiken und Gefahren, die es zu vermeiden gilt, unterscheiden. Praktische Beispiele Anleger erzielen mit Aktien höhere Erträge als mit Anleihen. Die bessere Rendite setzt jedoch ein... weiterlesenObwohl der Kunstmarkt heiß läuft: Kunst, die neue Anlageklasse
Kunst ist eine neue Anlageklasse, in der Kreativität und Definitionsnotstand aufeinandertreffen. Anleger, die sich aus wirtschaftlichen Gründen mit dieser Assetklasse auseinandersetzen, sind zwingend auf kompetente Berater angewiesen. Fehlberatungen haben hier die gleichen Hintergründe wie die vermeintlich guten Ratschläge bei Banken. Eine Anlageklasse mit erhöhtem Beratungsbedarf Wenn Anleger in Kunstobjekte investieren möchten, stehen ihnen keine Anhaltspunkte wie bei Aktien oder Fonds zur Verfügung. Preise sind nirgendwo notiert, der Markt ist komplex, ungewöhnlich und vergleichsweise schwer verständlich. Wer in diese Anlageklasse investiert, muss sich vorher aufwändig damit beschäftigen oder besser einen passenden Berater suchen. Die Gefahr, bei der Suche nach Fachleuten hereinzufallen, ist verhältnismäßig groß, etablierte Kunsthistoriker wissen warum: Häufig sind Handel und Beratung zu sehr miteinander verflochten. Das heißt, es gibt Berater in der Anlageklasse Kunst, die von Galeristen für den Verkauf diverser Kunstgegenstände üppige Provisionen kassieren und gleichzeitig von interessierten Anlegern Honorare einstreichen. Jedem Honorarberater würden sich bei einem derartigen Sachverhalt die Haare sträuben. Die Gerichte sehen das übrigens ebenso kritisch, sie verurteilten einen sogenannten dualen Kunstberater kürzlich wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft. Die Anlageklasse Kunst erfordert auch deswegen kompetente Beratung, weil die Szene äußerst intransparent und von eigenartigen Regeln geprägt ist. Enorme Nachfrage nach Kunst Die Verbraucher kaufen aus Prestigegründen alles, was sie für Kunst halten, und bringen damit den Markt zum Überhitzen. Aktuellen Schätzungen zufolge werden in der Anlageklasse Kunst jährlich global mehr als 50 Milliarden Euro umgesetzt. Die große Nachfrage kommt mit geringem Qualitätsanspruch und generiert für einzelne Kunstwerke völlig realitätsferne Preise. Das Internet fungiert in der Assetklasse als Preistreiber, weil es weltweit Interessenten und Anbieter in Hochgeschwindigkeit miteinander vernetzt. Wer in die Anlageklasse Kunst... weiterlesenFaktenlastige Geldanlage: Wissenschaftliches Investieren
Wissenschaftliches Investieren bedeutet für Anleger, sich nicht auf individuelle Beratermeinungen oder Medientrends zu verlassen, sondern das Investment allein auf die Erkenntnisse der Finanzwissenschaft aufzubauen. Ihnen stehen dazu unterschiedliche Modelle prominenter Ökonomen zur Wahl.
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