28. Mai. 2015 | Depot-Check, Geldanlage, Strategien
Im Jahr 2013 erhielt Prof. Fama den Nobelpreis für seine Theorie über effiziente Märkte. Die aus der Auszeichnung entstandenen Debatten sind durchaus begrüßenswert, solange die Teilnehmer mit den richtigen Definitionen argumentieren. Prof. Fama und effiziente Märkte Die Hypothese Fama’s stellt die Verhaltensweise von Kapitalmärkten als Modell dar, die Theorie wurde in den 1960er Jahren entwickelt und enthält eine wesentliche Grundaussage: In einem effizienten Markt spiegeln die Wertpapiernotierungen alle der Öffentlichkeit verfügbaren Informationen wider. Die Kurse sind ständigen Veränderungen unterworfen, weil der Markt permanent mit neuen Informationen angereichert wird, auf welche die Akteure mehr oder weniger emotional reagieren. Sind die Nachrichten schlecht, kommt es zu massiven Verkäufen, in deren Folge die Aktienpreise sinken. Effiziente Märkte in der Kritik Allerdings stellen Kritiker die Argumente der Befürworter in ihrem Sinne vor und machen sie damit leichter angreifbar. Prof. Fama hat beispielsweise nie behauptet, dass effiziente Märkte in jeder Hinsicht perfekt wären, sie bewegen sich nicht immer nach Plan und zeigen manchmal auch Preisanomalien. Der Professor wurde seitens seiner Theorie häufig missverstanden, doch im Ergebnis dominiert die Vernunft: Nach Prof. Fama kann kein Teilnehmer den Markt über längere Zeit schlagen, ohne dabei unverhältnismäßig hohe Risiken einzugehen. Eine mögliche Lösung – Indexfonds Effiziente Märkte könnten nur mit Insiderinformationen überboten werden, doch dazu hat die Mehrzahl aller Akteure keinen Zugang. Prof. Fama hatte mit seiner Theorie enormen Einfluss auf Privatanleger, die folgten seinem Rat und investierten zunehmend in Indexfonds. Diese sind eine kostengünstige Alternative zu aktiv gemanagten Investmentfonds, bei denen ein teures Management oft vergeblich versucht, die Performance zu verbessern. Wie sollen Anleger in effiziente Märkte investieren? Sie sollten zu Beginn akzeptieren, dass die Börsen-Notierungen... weiterlesen
24. Mai. 2015 | Berlin, Honorarberatung, Verbraucherschutz
Das DIHK-Register zeigte zum Ende des ersten Quartals 94 Honorar-Finanzanlagenberater an. Der Wert offenbart einerseits, dass die Zahl der Berater weiter ansteigt, andererseits stellt er das nur mäßige Interesse der kompletten Branche heraus. Langsamer Anstieg Die in Deutschland zugelassenen Honorar-Finanzanlagenberater sind in den letzten drei Monaten zwar mehr geworden, allerdings ging der Anstieg nur schleppend voran. Im Register der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in Berlin waren Ende März 94 Honorar-Finanzanlagenberater verzeichnet, das bedeutet einen Zuwachs um 29 Personen seit Ende 2014. Das Register wurde im August 2014 angelegt, im September wurden 45 Berater gezählt. Seit der ersten Erfassung entschieden sich lediglich 49 Fachleute für den mit Auflagen gepflasterten Weg zum Finanzanlagenberater auf Honorarbasis. Wenig Interesse am Vergütungsmodell In der Branche scheint die Bezahlung mit vorher festgelegtem Honorar nicht sonderlich attraktiv zu sein. So könnte der Stand eines anderen Registers interpretiert werden, welches von der Finanzaufsicht BaFin angelegt wurde. Die Aufsichtsbehörde listet alle Haftungsdächer im Segment Honorarberatung und hatte bisher 14 dieser Konstruktionen im Verzeichnis. In den vergangenen drei Monaten hat sich der Wert lediglich um einen Zähler erhöht, insgesamt sind den Behörden derzeit 15 Haftungsdächer bekannt. Warum hat die Honorarberatung in Deutschland Startschwierigkeiten? Die Bundesregierung hat als kompliziertes und sperriges Behördenungetüm 2014 der Honorarberatung einen gesetzlichen Rahmen verpasst. Allerdings wurden die Verbraucher nie ausreichend über die Hintergründe und Vorteile der neuen Vergütungsart informiert. Dies liegt großteils an der Provisionslobby, welche bislang jede Art von Aufklärung verhindert und wieder einmal ganze Arbeit geleistet hat. Im Ergebnis erhalten Politik und Verbraucherschutzverbände „ihre gewünschte Honorarberatung“, welche in der Praxis allerhöchstens eine untergeordnete Rolle spielt. Ein Honorar-Finanzanlagenberater benötigt eine Erlaubnis nach §34h... weiterlesen
21. Mai. 2015 | Depot-Check, Geldanlage, Strategien
Der Active Share ist eine Kennzahl, welche die Aktivität der Fondsmanager misst. Die Kennziffer ist noch recht jung, doch gewinnt sie unter Anlegern zunehmend an Bedeutung. Der folgende Beitrag stellt auch die Schwächen heraus. Active Share mit begrenzter Aussagekraft Fachleute orientieren sich zunehmend an der neuen Fondskennzahl, doch vergleichen sie damit nur Portfolios, wenn sie auch die Kennzahlen Tracking Error und Alpha heranziehen können. Voraussetzung dabei ist, dass beide Fonds einem ähnlichen Investmentansatz und Vergleichsindex folgen. Anderweitig greift nach Expertenansicht das Kontrollinstrument nicht weit genug. Die Hintergründe Der Active Share hat sich in den letzten Monaten zu einer Kontrollinstanz zur Messung der Manager-Aktivität bei Investmentfonds entwickelt. Diese stehen aufgrund enormer Kosten im Visier der Aufsichten in Großbritannien und in den skandinavischen Nationen. Einige Manager verwalten ihre Beteiligungen ähnlich passiv wie die Betreuer von Indexfonds, nur bei den Gebühren sind die vermeintlich Aktiven erheblich teurer als die Passiven. In der Tat ist in den genannten Ländern jeder dritte aktiv betreute Investmentfonds so passiv wie ein Indexfonds. Das heißt: Die Manager folgen weitestgehend einem Aktienindex. Anbieter unter Beweisdruck Die Emittenten müssen die vergleichsweise hohen Gebühren mit Aktivität des Managements rechtfertigen, dazu scheint der Active Share genau das richtige Instrument. Seine Kennziffer zeigt, welcher Anteil des Wertpapierkorbs keinen Bezug zum Vergleichsindex hat. Damit misst der Active Share die Leistung des Managements perfekt. Zeigt der Active Share den Wert von null Prozent, kopiert der Fonds lediglich exakt die Benchmark, bei 100 Prozent ist der Manager sehr aktiv. Auch andere Kennzahlen berücksichtigen Der Active Share eignet sich gut zur Bewertung der Manageraktivitäten, allerdings warnen Experten vor einseitigen Urteilen, die nur auf dieser einen Kennziffer... weiterlesen
18. Mai. 2015 | Depot-Check, Finanzplanung, Geldanlage
Für die meisten Menschen gehört Selbstbetrug mit System zum Alltag. Im Privatleben sind diese Selbsttäuschungen nicht mit Kosten verbunden. Wer die Vorgehensweise jedoch in die Geldanlage überträgt, könnte für seine Verhaltensweise einen hohen Preis bezahlen. Selbstbetrug zum Schutz vor der Wirklichkeit Anleger betrügen sich oft selbst, sie suchen sich nur solche Fakten aus, die mit ihren Überzeugungen im Einklang sind, und sehen alle zurückliegenden Ereignisse als im Voraus erkennbar. Das System, mit dem Anleger durch Selbstbetrug ihr Ego schützen, ist äußerst facettenreich, hier einige Beispiele: Die guten und die weniger guten Ideen Viele Anleger glauben sich selbst erfahren genug, um lukrative Einzel-Aktien zu selektieren. Oft misslingt dieses Stock-Picking, weil die dazu erforderlichen Insider-Informationen fehlen. Selbst wenn die Entscheidung zufällig richtig war, können unvorhersehbare Börsenlaunen den sicher geglaubten Erfolg zunichtemachen. Diversifikation statt Selbstbetrug ist die einzige Option zur Eindämmung des Risikos. Die vermeintlich passende Portfolio-Ausrichtung Wer meint, sein Risiko mit Beschränkungen auf starke Volkswirtschaften oder Branchen reduzieren zu können, betrügt sich selbst. Effiziente Märkte offerieren bei richtiger Vorgehensweise immer lukrative Erträge, sie wollen allerdings als Verbündete und nicht als Gegner verstanden werden. Die Portfolio-Ausstattung dient hier eher als Selbstbetrug, Vertrauen in die Märkte wäre die sinnvollere Lösung. Disziplin statt Prognosen Der Blick in die Zukunft gelingt niemandem, seltene Treffer muten immer zufällig an. Gerade Kapitalmärkte sind nicht einmal kurzfristig prognostizierbar, wer dennoch an die Macht der Vorhersagen glaubt, begeht Selbstbetrug. Keiner kann Börsencrashs vorhersehen, sonst würde jeder Teilnehmer bereits im Vorfeld die Segel einholen. Ebenso wenig tritt an den Börsen die Gewissheit ein, die Akteure sich für ihr Engagement wünschen. Marktteilnehmer können diese Ungewissheiten nur mit Disziplin und langem Anlagehorizont... weiterlesen
15. Mai. 2015 | Depot-Check, Geldanlage, Strategien
Wer bei seiner Geldanlage auf Sicherheit an den Finanzmärkten wartet, muss lange ohne nennenswerte Erträge leben. Denn Börsen haben eine charakteristische Eigenschaft: Sie sind unberechenbar und präsentieren sich nie mit absoluter Klarheit. Die Tücken der Geldanlage Anleger finden an den Kapitalmärkten nur selten ideale Bedingungen vor. Entweder sind die Notierungen erschreckend niedrig und lassen kaum an eine Trendwende glauben. Oder eine anhaltende Hausse hat die Kurse bereits in die Höhe getrieben und stellt eine Korrektur in Aussicht. Täglich sorgen Marktteilnehmer mit ihren Aktivitäten für neue Szenarien an der Börse, die perfekte Geldanlage sollte daher krisenfest gestaltet sein. Sicher wird ein Investment durch breite Diversifikation, das Kapital sollte immer auf mehrere Assetklassen verteilt sein. Kaufen und möglichst lange halten Jede Geldanlage durchlebt unterschiedliche Börsenzeiten und entwickelt sich, Statistiken folgend, über längere Zeiträume erfolgreich. Wichtig ist, dass die Anleger in turbulenten Zeiten die Nerven behalten und nicht panikartig verkaufen. Wer auf dem Höhepunkt einer Krise seine Geldanlage auflöst und zu einem späteren Zeitpunkt auf zurückkehrende Sicherheit spekuliert, fährt zwangsläufig enorme Verluste ein. Wenn überhaupt ein Verkauf zur Debatte steht, dann nur bei historischen Höchstständen, wobei das Restrisiko bleibt, dass die Notierungen noch weiter klettern könnten. Die Geldanlage mit alternativem Ansatz Anleger müssen akzeptieren, dass die Kapitalmärkte faire Preise offerieren, weil sich diese durch die Reaktionen aller Teilnehmer auf relevante Wirtschaftsdaten bilden. Akteure wetten dementsprechend nicht gegen die Börse, sondern arbeiten mit ihr zusammen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Geldanlage breit gefächert und auf die individuelle Risikobereitschaft sowie die persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet wird. Anleger bleiben der einmal erwählten Asset-Allokation treu und passen die Portfolio-Gewichtung im Jahres-Rhythmus an die Ausgangssituation an.... weiterlesen
12. Mai. 2015 | Honorarberatung, Immobilien, Verbraucherschutz
Die eigenen vier Wände sind angesichts niedriger Baukredit-Zinsen für zahlreiche Verbraucher so attraktiv wie selten zuvor. Allerdings zerstören anhaltend hohe Provisionen oft die Illusion, der Aufbau von Eigenkapital wird zunehmend zum Minus-Geschäft. Der Fluch der negativen Zinsen Weil die Europäische Zentralbank angeblich eine sich eintrübende Konjunktur ausgemacht haben will, senkte sie den Leitzins auf fast null und begann vor Kurzem mit dem Ankauf von Anleihen. Die Vorgehensweise mutet wenig professionell an, denn während ein Finanzloch gestopft wird, entstehen mehrere Neue. Leidtragende sind wie immer die Verbraucher, für sie ist die Altersvorsorge in akuter Gefahr und Sparen lohnt kaum noch. In diesem Szenario erscheint die Flucht in Sachwerte, sprich Immobilien der einzige Ausweg, doch auch hier lauern Gefahren. Der traditionelle Weg zum Eigenheim führt über einen Bausparvertrag, zu welchem ein gewisser Anteil von Eigenkapital sinnvoll erscheint. Hier wartet bereits die erste Hürde in Form von negativen Zinsen. Wer einen Bausparvertrag über 100.000 Euro abschließt, spart monatlich 300 Euro als Eigenkapital an. Die derzeit üblichen Zinsen von maximal 0,25 Prozent führen aufgrund hoher Provisionen nach sieben Jahren Ansparphase zu einer Minusrendite von 1,12 Prozent. Gleichbleibend hohe Provisionen Es sind nur zum Teil die derzeit niedrigen Anlagezinsen, die Bausparen zur Illusion machen. Die wirkliche Belastung für Bausparverträge sind die immer noch enormen Abschlussvergütungen. Bis zu 1,6 Prozent der Bausparsumme fließen als Provisionen an die Vermittler. Die Sparzinsen in der Anfangsphase sind allerdings den aktuellen Verhältnissen angepasst: Vier von 31 untersuchten Bauspartarifen zeigen Guthabenzinsen von kümmerlichen 0,1 Prozent. Zehn Bausparer bieten Zinsen in Höhe von 0,25 Prozent. Weitere Tarife werben mit Bonus-Leistungen, welche allerdings oft an schwer erfüllbare Bedingungen gebunden sind. Die Branche... weiterlesen
10. Mai. 2015 | Geldanlage, Honorarberatung, Verbraucherschutz
Banken verzichten zunehmend auf die Einlagen ihrer Kunden und drücken die Zinsen bei Tagesgeldkonten immer mehr in Richtung Nullpunkt. Die Vorgehensweise mutet verabredet an, denn alle Institute drehen gleichzeitig an der Zinsschraube. Die Niedrigzinspolitik der EZB erreicht die Tagesgeldkonten Die Vorliebe der Europäischen Zentralbank für niedrige Zinsen wird zunehmen zur Belastung für deutsche Sparer. Tagesgeld erzielt schon lange keine aufregenden Renditen mehr, nun senken die Spezialisten im Segment Tagesgeldkonten ihre Zinsen erneut. Auf Nachfrage geben die Banken bekannt, über ausreichende Refinanzierungsalternativen zu verfügen und auf die Einlagen der Sparer nicht mehr angewiesen zu sein. Vor allem Altkunden sehen sich mit drastischen Zinskürzungen konfrontiert, lediglich bei der Akquise von Neukunden halten die meisten Institute aus Werbegründen bessere Zinsen auf Tagesgeldkonten parat. Der Anbieter Wüstenrot verzichtet sogar auf die Besserstellung von Neueinsteigern. Alle Kunden erhalten ab dem ersten April den gleichniedrigen Zinssatz von 0,25 Prozent, bis dahin gilt der alte Zinswert von 1,25 Prozent. Tagesgeld weiterhin begehrt Obgleich sich die Veränderungen prozentual in Grenzen halten, ersparen sie den Instituten enorme Summen: 2009 waren Tagesgeldkonten durchschnittlich mit 1,77 Prozent verzinst, Verbraucher hatten damals 530 Milliarden Euro auf diesen Konten liegen und freuten sich über 9,4 Milliarden Euro Zinsen. 2015 liegen über eine Billion Euro auf Tagesgeldkonten, allerdings ergibt diese stattliche Summe nur noch 2,5 Milliarden Euro Zinsen, da der durchschnittliche Zinssatz bei 0,25 Prozent angekommen ist. Die Institute sparen also ab jetzt sieben Milliarden jährlich, denn eine Trendwende ist auch mittelfristig nicht in Sicht. Es gibt Alternativen zu Tagesgeldkonten Mit 0,25 Prozent durchschnittlicher Rendite tragen die Verbraucher selbst zur Dezimierung ihrer Vermögen bei. Sie könnten allerdings lukrative Erträge erwirtschaften, wenn sie endlich... weiterlesen
6. Mai. 2015 | Altersvorsorge, Honorarberatung, Verbraucherschutz
Klassische Rentenpolicen leiden unter hohen Kosten und derzeit niedrigen Zinsen, sie eignen sich für die Altersvorsorge nur noch mit Einschränkungen. Fondspolicen sind neue Produkte, bei denen bessere Renditen mit größerem Risiko erzielt werden. Der folgende Beitrag widmet sich den Vor- und Nachteilen. Klassische Rentenpolicen verlieren an Attraktivität Wenn Neukunden derzeit klassische Rentenpolicen abschließen und monatlich 100 Euro investieren, müssen sie angesichts der Garantiezinsen von 1,25 Prozent lange Geduld zeigen, bevor sie im Plus landen: Die Anbieter garantieren erst nach 23 Jahren positive Renditen. Vor 20 Jahren lagen die Garantiezinsen noch bei vier Prozent, damals war Sparern bereits nach 12 Jahren der Beitragserhalt sicher. Klassische Rentenpolicen lebten damals wie heute von zuzüglichen Überschussbeteiligungen, doch diese fallen nicht zuletzt deshalb immer geringer aus, weil die Versicherer auch im Niedrigzinsumfeld Rücklagen bilden müssen. Die Minizinsen bleiben nach Expertenansicht ebenso lange wie der Trend, klassische Rentenpolicen verlieren daher zunehmend ihren Reiz. Diese Verträge gelten zwar als sicher, doch sind die Renditen auch über zwei oder drei Jahrzehnte Laufzeit für einen angenehmen Lebensabend zu gering. Lukrativer aber risikoreicher: Fondspolicen Die Anbieter sehen ihre Geschäfte schwinden und entwickeln fieberhaft Produkte mit besseren Erträgen. Fondspolicen sollen die Verbraucher durch attraktive Renditen begeistern, allerdings enthalten diese Verträge Risiken, vor denen sich viele Sparer scheuen. Verbraucher mit langem Anlagehorizont könnten mit Disziplin selbst hervorragende Erträge an den Börsen generieren – nichts anderes machen die neuen Fondspolicen. Das übelste Szenario wäre für Sparer ein Börsencrash, der würde im Fall von fondsgebundenen Lebensversicherungen die Altersvorsorge ruinieren. In Zeiten, in denen klassische Rentenpolicen noch vernünftige Renditen einbrachten, waren Fondspolicen für die Meisten keine Option. Doch die niedrigen Zinsen setzen in Bezug... weiterlesen
3. Mai. 2015 | Finanzplanung, Honorarberatung, Strategien
Wer glaubt, dass Reichtum frei von Sorgen macht, irrt sich gewaltig. Millionäre leben in ständiger Angst vor Vermögensverlust. Der folgende Beitrag ist den herausragendsten Befürchtungen der Vermögenden gewidmet, die eigentlich unbeschwert leben könnten. Genügend Geld könnte ein Grund zur Freude sein Finanziell ausgesorgt zu haben, ist für zahlreiche Arbeitnehmer mit Unabhängigkeit und Freiheit verbunden. Doch denkt diese Bevölkerungsgruppe nur deswegen so, weil sie Reichtum praktisch nie erlebt hat. Die Millionäre hingegen kennen die Schattenseiten des Wohlstands aus eigener Erfahrung, nachfolgend einige der größten Angstmacher des Geldadels: Das Finanzamt und der allzeit wachende Staat Aus der Sicht vieler Millionäre vergreifen sich die Finanzämter zu Unrecht an ihren Vermögen, sie suchen daher verzweifelt nach ständig weniger werdenden Steueroasen. Vollkommen haltlos ist in diesem Kontext die unüberlegte Äußerung eines US-amerikanischen Milliardärs, der aufgrund einer ihn betreffenden Steuererhöhung, die dortigen Behörden mit den Nazischergen des Zweiten Weltkriegs verglich. Nicht ganz unbegründet ist hingegen der Protest gegen die zunehmende Überwachung durch Staatsorgane. Für Reiche ist das Leben in der Bundesrepublik mit zu viel Transparenz angereichert, sie bevorzugen daher diskreter vorgehende Nationen. Politische und kriminelle Bedrohungen Reiche fühlen sich ständig bedroht, einmal sind es die kriminellen Datendiebe im Internet, ein anderes Mal gibt die Politik Anlass zur Flucht auf die Insel. Die Medien verbreiten schlechte Nachrichten aus anderen Ländern, Reiche übertragen die Szenarien mit viel Fantasie in ihre eigenen Lebensräume. Sicher ist, dass politische Spannungen negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben, doch ist Deutschland nicht der Nahe Osten oder die Ukraine. Panik ist für Millionäre hier noch nicht angebracht. Die schwächelnde Wirtschaft belastet die Gesundheit Millionäre sind wie kleine Kinder, sie wünschen sich ungeachtet aller... weiterlesen
1. Mai. 2015 | Altersvorsorge, Depot-Check, Finanzplanung
Immer mehr Zentralbanken senken ihre Leitzinsen, bei einigen führt der Trend zu Negativzinsen. Als Grund wird oft Deflationsangst angeführt, doch sind eher Wirtschaftsinteressen die wahren Motive. Die lockere Geldpolitik führt unweigerlich zum Währungskrieg. Global niedrige Zinsen Der Trend zu niedrigen Zinsen ist seit einem Jahr erkennbar, seitdem lockerten gut 20 Zentralbanken ihre Geldpolitik. Neben der EZB sind die Zentralbanken von China, Australien, Indien und der Türkei auf dem Weg zu Negativzinsen. Schweden und die Schweiz präsentieren seit Kurzem sogar negative Leitzinsen, weitere Länder werden folgen. Für die umstrittenen Maßnahmen geben die Zentralbanker eine an den Haaren herbeigezogene Begründung: die Angst vor der Deflation. Sie argumentieren mit einem Szenario sinkender Preise und Löhne, welches zu fallender Produktivität und zu vermehrter Arbeitslosigkeit führen könnte. Doch sind die Befürchtungen weit von der Realität entfernt, in Wahrheit geht es um die gezielte Schwächung von Währungen. Die Vorgehensweise soll die Exporte nationaler Produkte anfeuern und kommt einem Währungskrieg gleich. Negativzinsen als Auslöser einer neuen Finanzkrise? Der Währungskrieg schafft einigen Staaten kurzfristig Vorteile, doch sind die meisten Exporteure abhängig von Rohstoffimporten und müssen diese Güter mit geschwächter Währung teurer bezahlen. In der Folge sinken die Gewinne und die Wirtschaftslage ist unter schlechteren Voraussetzungen so düster wie zuvor. Der Währungskrieg macht also aus dieser Sicht keinen Sinn, er birgt vielmehr beträchtliche Risiken für beteiligte Nationen. Gefahr für die Altersvorsorge Deutschland wurde ohne es zu wollen in den aktuellen Währungskrieg der Europäischen Zentralbank eingebunden, im Ergebnis gefährden Negativzinsen jetzt die bundesdeutsche Altersvorsorge. Die Beiträge zur Lebensversicherung müssen an den Kapitalmärkten lukrative Renditen erwirtschaften, damit die Garantiezinsen ausgezahlt werden können. Negativzinsen oder Erträge nahe null machen dieses Ansinnen... weiterlesen