Renditeerwartungen in Europa

Renditeerwartungen in Europa

Bei Aktien aus Europa werden die Renditeerwartungen von den Faktoren Unternehmensgröße, Profitabilität und relativem Preis über verschiedene Zeiträume und Märkte bestimmt. Auf Diversifikation ausgerichtete Anleger können ihre Portfolios auf diese Dimensionen einstellen und damit höhere erwartete Renditen anstreben. (mehr …)

Wenig Emotionen in der Geldanlage

Bei der Geldanlage treffen Anleger naturgemäß nicht immer die besten Entscheidungen. An verlustreichen Strategien, nur deshalb festzuhalten, weil schon einiges an Geld und Zeit aufgewendet wurde, ist ein folgenschwerer Trugschluss. Richtig investieren kann viel einfacher sein.

Der klassische Fehler bei der Geldanlage

Viele Anleger träumen davon, mit nur wenigen Aktien in kurzer Zeit fantastische Erträge zu erwirtschaften. Sie suchen nach Hinweisen und finden diese in vermeintlich treffenden Prognosen. Einen klassischen Fehler begeht der Anleger, der an seinem Investment immer noch festhält, obwohl sich die anfangs darin gesetzten Erwartungen erwiesenermaßen nicht erfüllen. Nachvollziehbar ist jedoch die Motivation: Kein Anleger lebt bei seiner Geldanlage gerne mit Verlusten und möchte zumindest das investierte Kapital wieder einzuspielen. Bei der Berücksichtigung einiger Regeln können Privatanleger derartige Herausforderungen einfach umgehen.

Diversifikation statt riskanter Einzelauswahl

Die Kurse bei Aktien steigen oder fallen aufgrund der Aktivität aller Marktteilnehmer. Wie diese sich jedoch in Einzelfällen entscheiden, wissen auch die Herausgeber von Prognosen nicht. Bei jeder Geldanlage steht das Risiko in direktem Zusammenhang mit der zu erwartenden Rendite, wer viel riskiert, hat jedoch nicht zwangsläufig ein Anrecht auf attraktive Erträge. Aktuelles Beispiel für die Gefahr ist die VW-Aktie, die nach der Abgasaffäre um mehr als 40 Prozent fiel.

Wenn Anleger ihr Kapital breit streuen, werden sie von überraschenden Ereignissen bei einzelnen Wertpapieren kaum tangiert und erzielen langfristig die Renditen, die an den Finanzmärkten geboten werden.

Verständnis für die Börse entwickeln und nach vorne schauen

Anleger sollten sich nicht auf die Finanznachrichten in den Medien verlassen, die Informationen sind meist von gestern und längst in den Kursen von heute enthalten. Die Geldanlage sollte zukunftsorientiert getätigt werden und frei von Emotionen sein. Investitionswerte erfordern keine persönliche Zuneigung, sondern sollten diszipliniert und mit dem nötigen Abstand behandelt werden.

Disziplin und kompetente Beratung bei der Geldanlage

Anleger legen idealerweise breit diversifiziert in möglichst viele Assetklassen an und sorgen diszipliniert für regelmäßiges Rebalancing. Grundlage hierfür ist das einmal mithilfe eines unabhängigen Finanzberaters ermittelte persönliche Risikoprofil.

Mit diesem zugegebenermaßen wenig spannend klingenden Ansatz halten Anleger schädliche Emotionen von ihrer Geldanlage fern und unterbinden negative Einflüsse auf ihr Portfolio.

Gold jetzt kaufen?

Ob sich bei Gold derzeit eine Trendwende ankündigt, wird von führenden Banken mit einem klaren Nein beantwortet. Optimisten legen derzeit jedoch vermehrt in Goldminenaktien an. Befürworter sehen das Edelmetall als Krisenversicherung, obgleich keine der vergangenen Börsenturbulenzen seine Talfahrt stoppen konnte.

Viele Kreditinstitute veräußern ihre Goldbestände

Gold musste per Feinunze im September 2011 noch mit mehr als 1900 Dollar bezahlt werden. Mittlerweile ist der Preis um 40 Prozent gefallen, doch die großen Banken winken desinteressiert ab. Für viele europäische Institute ist das gelbe Edelmetall eine Anlage ohne inneren Wert, von Volatilität und hohem Risiko gezeichnet.

Bei Sal. Oppenheim ist Gold aus allen Portfolios verschwunden, Deutsche Bank, HSBC, Goldman Sachs und Crédit Agricole erwarten, dass der Preis zum Jahresende unter 1000 Dollar fällt. Der Goldpreisverfall stärkt den Dollar ebenso wie Anleihen. Für Anleger bestehen in Zeiten mit niedrigen Inflationswerten zudem keine Notwendigkeiten für vermögensschützende Investitionen in das Edelmetall.

Kontroverse Ansichten

Beratungsunternehmen, die sich mit Anlegerverhalten und Börsensentiment befassen, glauben jedoch an die möglicherweise stattfindende Entwicklung des Goldpreises auf 1.400 Dollar bis zum Jahresende. Der Grund: Die Unstimmigkeiten an den Finanzmärkten halten an und führen zu einer tiefen Vertrauenskrise unter den Akteuren. Steht Gold angesichts der vermeintlich wenig sinnvollen geldpolitischen EZB-Maßnahmen eine neue Glanzzeit bevor? Davon überzeugte Anleger sollten jetzt in physisches Gold einsteigen, oder auf Minenaktien setzen, welche in der Vergangenheit noch stärkere Verluste als das Edelmetall generierten.

Ein Investment für starke Nerven

ETF-Anleger, die nach den jüngsten Kurskorrekturen bei dem Edelmetall Anzeichen einer Bodenbildung erkennen wollen, können beispielsweise in einen iShares Gold Producers ETF mit erhöhten Goldminenwerten investieren. Dieser Index beinhaltet Papiere von global agierenden Goldförderunternehmen, die Mindestkapitalisierung wird mit einer Milliarde Dollar angegeben. Investments in die Förderunternehmen von Gold sind riskant und bieten gleichzeitig Chancen. Fragen Sie Ihren unabhängigen Finanzberater, ob sich ein Goldengagement für Sie lohnen könnte, und widmen Sie den dabei vorgestellten Alternativen gebührende Aufmerksamkeit.

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